Stollenbäcker aus Leidenschaft

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Für seine Backwerke wurde Georg Strohmaier mehrfach ausgezeichnet und er sitzt sogar im Stollen-Expertenrat. Kein Wunder, dass der Bäckermeister das ganze Jahr an das Weihnachtsgebäck denkt. Meine gute Landküche hat ihn besucht und für uns sein Stollenrezept herausgefunden 🙂

Wenn es im Supermarkt die ersten Lebkuchen und Marzipankartoffeln zu kaufen gibt, herrscht auch bei Georg Strohmaier rege Betriebsamkeit. Denn in den Stollen, die seine Backstube verlassen, stecken nicht nur feinste Zutaten, sondern auch eine große Portion Handarbeit.

Schon einen Tag bevor sie mit dem Backen beginnen, verrühren der Bäckermeister und seine bis zu sechs Mitarbeiter Butter mit Gewürzen, Aromen, Eiern, Zucker und Rum-Rosinen. Auch die Füllung aus Kirschen, Mandeln und Rotwein stellen sie am Vortag her. „Früchte und Mandeln müssen ihre frühere Feuchtigkeit wieder annehmen, damit sie diese nicht später aus dem Teig ziehen“, erklärt der Bäckermeister.

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Foto: MLK/ Corinna Wießler

Am Backtag wird zuerst ein Vorteig aus Mehl, Milch und Hefe angerührt, bevor es dann richtig losgeht. Für ein perfektes Ergebnis gönnen Strohmaier und seine Mitarbeiter dem Teig immer wieder eine kurze Ruhepausen.

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Foto: MLK/ Corinna Wießler

Der Aufwand zahlt sich aus. Für seinen Königsstollen erhielt Georg Strohmaier den Zacharias, der Oscar unter den Stollen für Spitzenhandwerk. Sein Wissen um den weihnachtlichen Hefekuchen bringt der 65-Jährige ebenfalls im Stollen-Expertenrat ein. „Im Juni, wenn es draußen richtig warm ist, sitzen wir drinnen und probieren Stollen“, erzählt er.

Geschmack und Konsistenz der eigenen Kreationen sind derart gut, dass Georg Strohmaier den letzten Stollen an Ostern anschneidet. Doch jetzt, nachdem die Vorbereitungen für das Weihnachtsgeschäft abgeschlossen sind, genießt auch der Bäckermeister erst einmal die vorweihnachtliche Freude.

Haben wir euch neugierig gemacht? Dann schaut doch mal bei Bäckermeister Georg Strohmaier in Remseck-Aldingen vorbei.

Bäckermeister Georg Strohmaiers Stollenrezept

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Für ca. 24 Scheiben

Für die Früchte:
250 g Mandelstifte
750 g Sultaninen
150 ml Rum
150 g Zitronat
80 g Orangeat
75 ml Weißwein

Für die Buttermischung:
500 g weiche Butter
110 g Zucker
6 g Salz
10 g Stollengewürz
1 TL abgeriebene Bio-Zitronenschale
2 Eigelb

Für den Teig:
70 g frische Hefe
310 ml kalte Milch
1 kg Mehl

Für die Garnitur:
200 g Butter
200 g brauner Zucker

Zubereitung

Mandelstifte ohne Fettzugabe hellbraun rösten. Mit 80 ml Wasser ablöschen. Dann mit Sultaninen und Rum mischen. 12 Stunden zugedeckt ziehen lassen, dabei zweimal umrühren.

Für die Buttermischung die Butter cremig rühren, Zucker, Salz, Stollengewürz, Zitronenschale und Eigelbe unterrühren. Zugedeckt über Nacht kalt stellen.

Zitronat und Orangeat mit Weißwein pürieren.

Für den Vorteig Hefe zerbröckeln und in 260 ml Milch auflösen. Mit 400 g Mehl verkneten, mit dem restlichen Mehl bedecken und ca. 45 Min. zugedeckt ruhen lassen. Inzwischen Buttermischung aus dem Kühlschrank nehmen. Vorteig mit der restlichen Milch sowie der Buttermischung gut verkneten, dann die eingeweichten Früchte behutsam unterkneten. Teig ca. 15 Minuten ruhen lassen.

In 4 Portionen teilen und jeweils zu einem Stollen formen. Auf mit Backpapier belegte Bleche setzen und noch ca. 20 Minuten ruhen lassen. Backofen auf 200 Grad (Umluft 180 Grad) vorheizen. Stollen nur 2 Minuten backen, dann die Hitze auf 180 Grad (Umluft 160) reduzieren, Stollen 50–60 Minuten weiterbacken.
Anschließend ca. 15 Minuten ruhen lassen.

Butter zerlassen, Stollen damit rundum bestreichen, danach nur die Oberfläche mit Butter bepinseln und mit braunem Zucker bestreuen. Nach Wunsch mit geschmolzener Schokolade verzieren.

daydreams und Meine gute Landküche wünschen eine schöne Vorweihnachtszeit & viel Spaß beim Nachbacken!


 

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Sabrina Bodemer
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Das Leben ist eine Reise und Reisen ist mein Leben. Ich bin Sabrina und komme aus dem schönen Badnerland. Reisen spielte für mich schon immer eine wichtige Rolle im Leben, weil ich es einfach liebe neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Trotzdem zieht es mich auch immer wieder in meine Heimat zurück. Heimat ist für mich: Einfach meine Sachen packen zu können und auf Entdeckungstour durch den Wald zu gehen. Für mich ist jede Reise und Tour einzigartig und mindestens eine Erzählung wert!