Die 5 schönsten Höhenwege in den Alpen

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BERGWELTEN_LOGO_Final_2015 KopieEin paar Tage in den Bergen verbringen, ganz ohne abzusteigen? Diese Höhenwege machen es möglich. 5 Vorschläge, vom Klassiker bis zum Geheimtipp.

Unbesorgt im Einklang mit der Natur marschieren, immer nur an den nächsten Schritt denken – und an die nächste Hütte. Wir stellen 5 nahe und ferne Höhenwege vor: Unvergessliche Mehrtageswanderungen durch die scharf konturierten Dolomiten, zwischen den Kalkkegeln Sloweniens oder rund um das höchste Bergmassiv der Alpen, den Mont Blanc.

 

Colorful summer sunrise in Italy Alps, refugio Lacatelli, Tre Cime Di Lavaredo, Dolomites, Europe.

 

1. DOLOMITENTREK

Die Dolomiten sind die Supermodels unter den Berggestalten der Alpen. Ihre geologische Vergangenheit als Korallenriff hinterließ künstlerische Spuren, die sogar abgebrühte Ästheten in träumerisches Schwelgen versetzen: Die horizontalen Schraffuren der Tofana, die geometrische Dreifaltigkeit der Zinnen, die schrägen Fänge und Schanzen der Langkofel-Gruppe oder das karmesinrote Märchenschloss des Rosengartens im Abendrot. Hier kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus.

ROUTENVORSCHLAG
St. Zyprian – Grasleitenpass – Rifugio Antermoia – Plattkofel – Piz Boè – Corvara – Lavarellahütte – Faneshütte – Posporcora Pass – Cortina d’Ampezzo – Lago di Misurina – Monte Campadelle – Drei Zinnen – Sexten/Fischleintal

TERRAIN 
Weite Grasebenen, wenige steile Passagen, mit Stahlseilen gesicherte Steige

HÖHENUNTERSCHIED
4.700 m bergauf; 5.000 m bergab

DAUER
7 Tage

BESTE JAHRESZEIT
Mitte Mai bis Anfang November. Achtung bei Berggewittern im Hochsommer.

2. TRIGLAV NATIONALPARK

Die Julischen Alpen mit ihrem variationsreichen Naturell und Formenreichtum sind in den letzten 20 Jahren vom Insider-Tipp zum Trekking-Klassiker avanciert. Mittelpunkt des slowenischen Triglav-Nationalparks ist der gleichnamige dreigipfelige Zweitausender.

Auf ihm sollen dem Komponisten Mussogorski zufolge Hexensabbate stattgefunden haben. Verzaubernd schön ist jedenfalls der ihn umrahmende Nationalpark mit dem Sieben-Seen-Tal und dem Savica-Wasserfall.

ROUTENVORSCHLAG
Ribcev Iaz – Vodnikov Hütte – Triglav Hütte – Triglav (mögliche Überschreitung) – Trzaska Hütte –Cez Hribarice – Zasavska Hütte – Sieben Seen Hütte – Savica Wasserfall – Wocheiner See

TERRAIN
Gut instandgehaltene, teils steile Bergwege; felsiges, anspruchsvolles aber abgesichertes Terrain, vor allem am Triglav

HÖHENUNTERSCHIED
3.060 m Auf-und Abstieg

DAUER
5 Tage

BESTE JAHRESZEIT
Mai bis Oktober

3. GLOCKNERTREK

Der höchste Berg Österreichs steht inmitten einiger klassisch schöner Alpentäler wie dem Ködnitz- und dem Kalsertal. Historisch wie kulinarisch prominent sind die Sudetendeutschen Hütte und die Salmhütte (Baujahr 1799 und damit Österreichs älteste Schutzhütte).

Bei der Umrundung der Glocknergruppe zu Fuß hat man das berühmte Panorama der Pasterze im Sonnenuntergang für sich allein, wenn die Touristenbusse längst über die Serpentinen der Franz-Josefs-Höhe zu Tal gegondelt sind.

ROUTENVORSCHLAG
Kaprun/Mooserboden – Rudolfshütte – Sudetendeutsche Hütte – Lucknerhaus – Salmhütte – Glocknerhaus – Fusch – Gleiwitzer Hütte

TERRAIN
Hochalpines Terrain, viele Nordhänge in denen Kälte und Schnee festsitzen. Es kann auf allen Etappen ins Tal abgestiegen werden.

DAUER
7 Tage

HÖHENMETER
5.960 m bergauf; 7.000 m bergab

BESTE JAHRESZEIT
Hochsommer

4. TOUR DE MONT BLANC

13 Pässe, sieben Täler und drei Länder: Die Umrundung des Mont Blanc ist abwechslungsreich. Auf den Spuren seines wissenschaftlichen Vermessers, des Schweizer Naturforschers Horace-Bénédict de Saussure, lässt sich das höchste Bergmassiv der Alpen von allen Seiten ausgiebig bestaunen.

Wem das zu meditativ wird, der kann auch den einen oder anderen leichten Gipfel besteigen. Anspruchsvoll gibt sich die Variante über das Fênetre d’Arpette auf der Schweizer Seite, wesentlich milder ist die Hauptroute über Champex über Bovine.

ROUTENVORSCHLAG
Les Houches/La Chalette – Refuge do Truc – Col de la Croix du Bonhomme – Refuge des Mottets – Maison Vieille – Rifugio Bertone – Rifugio Elena – La Fouly – Relais d’Arpette – Trient – Tré le Champ – Lac Blanc – Brévent – Chamonix.

TERRAIN
Leichtes bis mittelschweres alpines Gelände, ausgetretene Wanderpfade.

DAUER
12 Tage

HÖHENMETER
9.840 m im Aufsstieg; 9.000 m Abstieg.

BESTE JAHRESZEIT
Mai bis September

5. SENTIERO ROMA

Der Sentiero Roma ist ein Rundgang durch eine historische Arena des alpinen Kletterns. Hier erklingt das ferne Echo von Namen wie Cassin, Bonatti und Buhl. Dabei ist der Sentiero Roma auch als Höhenwanderung nicht zu unterschätzen.

Der Weg führt über sieben Pässe, in einer Höhe von 2500 m zieht er sich unter den südseitigen Granitwänden und Felskathedralen des Piz Cengalo und des berüchtigten Piz Badile (3308 m) dahin. Die Route ist manchmal ausgesetzt und durch Schmelzwasser vereist, aber immer faszinierend. Sie ist nur für erfahrene, schwindelfreie Bergwanderer geeignet.

ROUTENVORSCHLAG
Novate Mezzola – Codera – Rifugio Brasca – R. Gianetti – R. Allievi – R. Ponti – R. Bosio – Chiesa / Valmalenco.

HÖHENUNTERSCHIED
4.200 m im Aufstieg; 3.500 m bergab

DAUER
7 Tage

TERRAIN
Hochalpin. Zum Teil abgesicherte Steige, manchmal vereister Fels. Abstieg ins Tal von allen Schutzhütten möglich.

BESTE JAHRESZEIT
Mai bis September, außer zu Ferragosta (Mitte August).

 

Für eine detaillierte Beschreibung der mehrtägigen Bergtouren sei dem bergaffinen Lustwandler außerdem folgendes Buch ans Herz gelegt: „Traumtreks Alpen“ von Iris Kürschner und Ralf Gantzhorn (erschienen im Bergverlag Rother). Viel Spaß beim Berge erklimmen wünscht daydreams und Bergwelten.  

Noch mehr Wanderungen, Hüttenportraits und täglich neues aus den Bergen finden Sie unter bergwelten.com


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